Montag, 14. November 2016

Vielfalt macht SCHLAU. Ein Workshop für Diversität und Akzeptanz.

Donnerstag, 17.11.2016 um 19:00 Uhr im Frauen Museum Wiesbaden (Wörthstr. 5)

Etwa 5 bis 10 % der Menschen erfahren im Laufe ihres Lebens, dass sie homo-, bi-, trans*- oder intersexuell sind. Viele Menschen machen diese Erfahrung in jungen Jahren, manche sind älter. Fast immer bildet der Moment des Coming-outs ein entscheidendes Lebensereignis. Vorurteile und Stereotype sind nicht nur bei Außenstehenden präsent, sondern sind bis zum Coming-out internalisiert und erschweren den Prozess.

SCHLAU Wiesbaden ist ein Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt. Wir coachen Jugendliche im Umgang mit Diversität. Ziele sind die Sensibilisierung für und die Förderung von Akzeptanz von unterschiedlichen Identitäten und Lebensentwürfen.
Aber was ist eigentlich mit den Erwachsenen? Wir laden alle Interessierten, ob jung, ob alt, dazu ein, bei einem SCHLAU-Workshop mitzumachen.

Wir freuen uns, in diesem Jahr erneut das frauen museum wiesbaden als Kooperationspartner*in gewonnen zu haben.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, erleichtert uns aber die Planung: warmeswiesbaden@gmail.com

Veranstalter: SCHLAU Wiesbaden (Warmes Wiesbaden E. V., AIDS-HIlfe Wiesbaden E. V.) und frauen museum wiesbaden.



Mittwoch, 2. November 2016

Buntes Bündnis in Hessen beschert sogenannter "Demo für alle" eine krachende Niederlage


Weit über 2.000 Demonstrant_innen folgten dem Aufruf von knapp 100 Organisationen, die sich im "Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt - gegen Diskriminierung und Ausgrenzung" organisiert hatten.

In einem bunten und friedlichen Protest richteten sich die Teilnehmenden gegen die homophoben, diskriminierenden und ausgrenzenden Parolen, die von der sogenannten "Demo für alle" in Wiesbaden verbreitet wurden. Dort tummelten sich neben "besorgten Eltern" auch rechtsradikale jeglicher Ausprägung und waren, allen öffentlichen Lippenbekentnissen zum Trotz, vor Ort auch erwünscht. So wurden nachweislich hochrangige NPD Funktionäre als Ordner eingesetzt.

Wer auf dieser Ebene vorgibt "nicht homophob" zu sein und doch eigentlich nur "den Dialog zu suchen", ist entweder sehr naiv, oder hochgradig dreist.

Seit Jahren suchen wir den Dialog und bieten allen Menschen einen offenen Einblick in unsere Projekte. Von "Die Bunte Nummer", über "SCHLAU", bis zum Runden Tisch zu LSBT*IQ-Lebensweisen gibt es zahlreiche Angebote, die sich Jede*r anschauen kann und die wir regelmäßig öffentlich vorstellen. Der Vorwurf, wir würden den Dialog verhindern, ist daher aus der Luft gegriffen.

Ähnlich liegt es mit dem als Vorwand genommenen Lehrplan Sexualerziehung, der in Zusammenarbeit mit Landeselternverband, Kirchen, Szenevereinen, Lehrkräften und Politik erstellt wurde. Eine Beteiligung der, hauptsächlich aus anderen Bundesländern mit Bussen angereisten, Personen ist bei einem solchen Landesthema natürlich nicht vorgesehen.


Den Verein Warmes Wiesbaden e.V. freut es, dass unserem Aufruf zu dem Bündnis eine so breite Menge an Organisationen gefolgt sind und somit der Großteil der Gesellschaft hinter den grundlegenden Rechten ALLER Menschen stehen und diese Informationen auch an die kommenden Generationen weitergeben wollen.


Den etwa 700 Teilnehmenden der sogenannten "Demo für alle" war nach kurzer Zeit klar, dass in Wiesbaden und Hessen keine großen rechten Würfe zu machen sind, so dass sie die Stadt wie ein böser Spuk nach kurzer Zeit wieder verließen. Mit einem verzweifelten Versuch der Wiesbadener AfD, doch noch Profit aus dem Wochenende zu schlagen, machten sie sich endgültig lächerlich. So wollte man das Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus nutzen, um gegen den Oberbürgermeister Sven Gerich zu punkten. Dabei recherchierte man wohl nicht gut genug und übersah, dass diese Diskussion schon von einem Gericht geklärt wurde und zwar zugunsten der Flagge.


Wir ziehen ein erfolgreiches, positives Resümee und freuen uns, dass in Wiesbaden zwar immer Platz für faktenbasierte Diskussionen, jedoch NIE Platz für Hetze und gesellschaftliche Rückschritte ist.

Wir werden IMMER mehr sein, als der diskriminierende Mob, der sich als "bersorgte Bürger" tarnt.