Freitag, 20. November 2015

Trink Pink.... wir wärmen Wiesbaden auf.


Noch ist es angenehm draußen, aber die grauen Tage werden kürzer und kälter.
Daher wärmen wir Wiesbaden am 21.11. von 15-20 Uhr auf.

Doch nicht nur leckeren pinken Glühwein (hausgemacht) wird es geben, sondern auch allerlei leckeres Gebäck. 
Neben unseren selbstgebackenen WaWi-Plätzchen gibt es auch Kuchen, Cupcakes und mehr.

Danke an dieser Stelle für die großzügige und unkomplizierte Unterstützung durch RITUALS Cosmetics, die uns als tolle Gastgeber zur Verfügung stehen und die Spenden von "Sweet Story", "Dale's Cake", "Bäckerei Roland Eckstein" und "Jenn's bunte Backstube".
Der Flyer, gerne auch zum Teilen und weitersagen

Wer dann noch nicht genug hat, findet den etwas anderen Glühwein auch auf der nächsten Let's Go Queer, also am 04.12. ab 20:00 Uhr am Schlachthof.

Donnerstag, 19. November 2015

Wiesbaden nun noch SchLAuer

Am letzten Dienstag haben wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe WIR in Wiesbaden einen SchLAu-Workshop für alle Interessierten angeboten.
Als Kooperationspartner_in hatten wir das frauen museum wiesbaden gewonnen, welches mit der aktuellen Fotoausstellung von Zanele Muholi einen ganz wunderbaren Rahmen bot.

Zu unserem Workshop waren alle interessierten Wiesbadener_innen eingeladen, uns mit unserem Antidiskriminierungs- und Aufklärungsprojekt einmal kennenzulernen. Zusätzlich hatten wir Kommunal- und Landespolitiker_innen eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen und einen SchLAu-Workshop einmal live mitzuerleben. Der Einladung gefolgt waren der Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecher der Grünen Mathias Wagner sowie Gesundheitsdezernent Axel Imholz, der von Stadträtin Christa Knauer vertreten wurde. Darüber hinaus hatten sich noch weitere rund zwanzig Gäste eingefunden, die mitmachten.

Los ging es mit ein paar Regeln, die den Workshop begleiteten, wie wir sie auch in den Schulen anwenden: "Handys ausschalten", "Sich gegenseitig ausreden lassen", "Niemand wird ausgelacht", "Alles kann gesagt werden, aber nichts muss", "Jede_r spricht nur für sich selbst" und "Alles bleibt im Raum". Auf die sonst in den Schulen übliche Regel "Es gibt keine Noten" verzichteten wir. Die Regel "Alles bleibt im Raum" hielten wir etwas offener im Hinblick auf die Tatsache, dass auch der eine Journalistin für den Wiesbadener Kurier teilnahm (Hier geht's zum Artikel).

Als nächstes folgte unser JA/NEIN-Spiel, bei dem es darum geht, sich je nach Aussage auf den entsprechenden Feldern zu positionieren. Zurück im Stuhlkreis reflektierten wir, bei welchen Aussagen uns eine Zuordnung leichter fiel und wo wir uns schwer taten. Und welche Rolle spielen die anderen? Sehen wir Erwartungshaltungen, bilden wir uns Erwartungen ein? Inwieweit bestimmen sie unser Handeln?

Im Anschluss befassten wir uns mit Begriffen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Transsexualität, Transgender und Transvestid? Was ist eine Regenbogenfamilie? Was hat es mit dem Paragraf 175 auf sich? Und wie erklärt man den Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz? Hier nur einige der Fragen, die wir in der Gruppe gemeinsam beantworteten. Nachdem wir uns Klarheit über die verschiedenen Begriffe verschafft hatten, reflektierten wir, wozu das nun nutze. Erstmal war es nicht ganz einfach, nach einem langen Tag unter der Woche abends theoretische Diskussionen darüber zu führen, warum Akzeptanz und Toleranz zwei verschiedene Paar Schuhe darstellen sollen. Aber im Verlauf der Diskussion wurde uns auch klar, dass wir nur miteinander reden können, wenn wir alle wissen, worüber wir reden und was hinter diesen Begriffen steht. Begriffe sind nicht zuletzt die Basis, auf der wir miteinander kommunizieren. Und ohne Basis - kein Austausch.

Dann folgte das Herzstück unserer SchLAu-Workshops. Der biografische Teil. Wir boten Gelegenheit zum Fragenstellen. Wie war das eigentlich mit euren Coming-Outs? Spielt es im Beruf eine Rolle für euch? Fühlt ihr euch überall akzeptiert? Das waren nur einige der Fragen, die gestellt wurden, und auf die wir antworteten. Hierbei ging es uns darum, mit unseren Beispielen einen Verlauf zu skizzieren, unsere Erfahrungen zu teilen, wie ein solches Coming-Out verläuft und was daran manchmal ganz schön kompliziert und was daran einfach sein kann. Unsere Botschaft: Es zählt vor allem, wie offen und akzeptierend das jeweilige Umfeld ist. Nur so geht es. Und genau mit dieser Idee gehen wir auch an die Schulen: akzeptiert euch, wie ihr seid, geht respektvoll miteinander um, stellt euch Fragen, wenn ihr welche habt und grenzt nicht aus. Nur so funktioniert das Miteinander in der Schule. Und nur so funktioniert es in der Gesellschaft.

Nach etwa zwei Stunden reflektierten wir gemeinsam die Erfahrungen dieses SchLAu-Workshops. Jede_r Teilnehmer_in erklärte, was ihm_ihr gefallen hat, was nicht so gefallen hat/besser gemacht werden könnte und was er_sie für sich mitnimmt.

Für uns war es ein voller Erfolg. Wir hatten sehr viel Spaß in dieser Runde und danken allen, die mitgemacht und dies ermöglicht haben. Auch wir haben neue Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt! Wir nehmen alle Erfahrungen und Anregungen mit und arbeiten auch weiterin daran, Wiesbaden SchLAu zu machen.

Zum Projekt:
Gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Wiesbaden bieten wir das Antidiskriminierungs- und Aufklärungsprojekt seit 2012 in Wiesbaden und Umgebung an. Mehr Infos findet ihr hier.

Sonntag, 15. November 2015

Wiesbaden macht SchLAu

Wiesbadener*innen berichten von ihrem Coming-out

Etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen erfahren im Laufe ihres Lebens, dass sie entweder homo-, bi-, trans* oder intersexuell sind. Viele Menschen machen diese Erfahrung in jungen Jahren, manche sind älter. Fast immer bildet der Moment des Coming-outs ein einschneidendes Lebensereignis. Vorurteile und Stereotype sind nicht nur bei Außenstehenden präsent, sondern sind bis zum Coming-out internalisiert und können den Prozess erschweren.

Seit 2012 macht Wiesbaden SchLAu. SchLAu steht für „Schwul-Lesbische Aufklärung“, schließt aber auch Bi-, Trans* und Intersexualität mit ein. Wir coachen Schulklassen und Jugendgruppen im Umgang mit Diversität. Ziele sind die Sensibilisierung für Diskriminierung und die Förderung von Akzeptanz von unterschiedlichen Identitäten und Lebensentwürfen.

Aber was ist eigentlich mit den Erwachsenen? Wir laden alle Interessierten – ob jung, ob alt – dazu ein, mit uns zu verstehen, zu diskutieren, zu hinterfragen. Wir freuen uns, in diesem Jahr das frauen museum wiesbaden als Kooperationspartner*in gewonnen zu haben.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, erleichtert uns aber die Planung:
warmeswiesbaden@gmail.com

Dienstag, 17. November 2015, 19:00 Uhr
frauen museum wiesbaden, Wörthstr. 5, 65185 Wiesbaden
Veranstalter: SchLAu Wiesbaden (AIDS-Hilfe Wiesbaden & Warmes Wiesbaden) und frauen museum wiesbaden e.v.

Mittwoch, 4. November 2015

"Wiesbaden macht SchLAu" lädt Kommunal- und Landespolitik ein

Wiesbaden, 04.11.2015

Bei „Wiesbaden macht SchLAu“ können sich interessierte Bürger_innen und zuständige Politiker_innen im Rahmen von „Wir in Wiesbaden“ ein eigenes Bild vom viel gebuchten Antidiskriminierungsprojekt machen.

Seit über einem Jahr wird in Deutschland demonstriert. Ob dafür, oder dagegen, beide Seiten bringen regelmäßig tausende Menschen auf die Straße. Doch was ist SchLAu eigentlich? Das Aufklärungsprojekt öffnet am 17.11.2015 im Rahmen von „Wir in Wiesbaden“ erneut seinen Workshop für interessierte Erwachsene und lädt zu diesem Zweck auch die Landes- und Kommunalpolitik ein, sich ein eigenes Bild zu machen.

„Mit dem offenen Workshop ‚Wiesbaden macht SchLAu‘ bietet das Antidiskriminierungs- und Aufklärungsprojekt SchLAu Wiesbaden am 17.11.2015 um 19:00 Uhr im frauen museum wiesbaden erneut die Möglichkeit das Konzept und die Methoden des Projektes kennen zu lernen. Wir freuen uns sehr, das frauen museum wiesbaden als Kooperationspartner_in gewonnen zu haben.“ sagt Manuel Wüst, seit 2011 Teamer in Wiesbaden und Vorsitzender des Trägervereins Warmes Wiesbaden e. V. „SchLAu“ steht dabei für „Schwul-Lesbische-Aufklärung“ und ist darauf ausgerichtet, Schulklassen durch diverse Methoden und biografisches Erzählen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Workshopleiter_innen für die Themen Vielfalt und Antidiskriminierung zu sensibilisieren.

In einigen Bundesländern sind vergleichbare Projekte inzwischen fest in den Bildungsplänen verankert. Auch das Land Hessen fördert seit 2015 die fünf lokalen Projekte und somit auch SchLAu Wiesbaden. Durch die seit einem Jahr aufkommenden Demonstrationen wie „Demo für alle“ und „ Besorgte Eltern“, die sich gegen die Workshops aussprechen, wurden jedoch einige Elternverbände und Politiker_innen verunsichert. „Hier werden gezielt Ängste geschürt und Fakten verdreht, auch deswegen nutzen wir die Möglichkeit im Rahmen von ‘Wir in Wiesbaden‘ unsere Workshops für jeden offen zugänglich zu machen“ entgegnet Eileen Hauck, Koordinatorin von SchLAu Wiesbaden.

Damit sich auch die Entscheidungsträger_innen für die Förderung und Unterstützung dieser Projekte ein Bild vom Ablauf und den Methoden der Workshops machen können, laden wir sowohl die Fraktionssprecher_innen aus Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Main-Taunus-Kreis, als auch alle Dezernent_innen der Stadt Wiesbaden und die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen ein. „Besonders würden wir uns über das Erscheinen der beiden bildungspolitischen Sprecher der Landtagskoalition, MdL Armin Schwarz (CDU) und MdL Mathias Wagner (B90/Die Grünen), freuen, die bald wieder über die weitere Förderung unserer Projekte entscheiden müssen.“ meint Wüst abschließend.
Eröffnet wird der Abend unter anderem von Frau Stadträtin Christa Knauer.

Über SchLAu Wiesbaden
Das Projekt „SchLAu Wiesbaden“ wurde 2011 von ehrenamtlichen Helfer_innen der beiden Vereine Warmes Wiesbaden e. V. und AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V. ins Leben gerufen und wird seither regelmäßig von Schulen aus der gesamten Umgebung gebucht. Die geschulten Teamer_innen, die teilweise selbst einen pädagogischen Hintergrund haben, erzählen in den Workshops autobiografisch von ihren Coming-Outs und den Reaktionen ihrer Freund_innen und Familien. So soll für die Themen Vielfalt und Antidiskriminierung sensibilisiert werden. 2015 ist unser SchLAu-Workshop zum zweiten Mal Teil der Veranstaltungsreihe „Wir in Wiesbaden“.
http://warmeswiesbaden.blogspot.de/p/unsere-projekte.html

Weitere Informationen unter http://wir-in-wiesbaden.net/event/wiesbaden-macht-schlau/

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, über eine Information wären wir unter warmeswiesbaden@googlemail.com würden wir uns freuen.

Kontakt:
Manuel Wüst
1. Vorsitzender Warmes Wiesbaden e.V.
Rheinstraße 85
65185 Wiesbaden
Tel.: 0171-5443774
Mail: warmeswiesbaden@googlemail.com
Facebook: SchLAu Wiesbaden