Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Wir wünschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2015 mit Gesundheit, Glück und all dem, was wirklich glücklich macht.
Auch 2015 wird wieder ein spannendes und ereignisreiches Jahr für unseren Verein und wir werden weiterhin alles dafür tun, Wiesbaden ein Stückchen wärmer zu machen. Genießt die besinnlichen Tage. Wir sehen uns in 2015!


Samstag, 20. Dezember 2014

WaWi im Westend

In der neuen Ausgabe von Mensch!Westend findet sich auf Seite 10 ein Vereinsportrait über Warmes Wiesbaden e.V. Viel Spaß beim Lesen! Hier als pdf.

Montag, 8. Dezember 2014

WaWi @ Weihnachtsmarkt

Liebe Freund_innen,

morgen skippen wir mal unsere Vereinssitzung + anschließendem Stammtisch und verlegen unser gemütliches Beisammensein auf den Weihnachtsmarkt.
Anzutreffen sind wir morgen, Dienstag, den 9.12. ab 19:00 Uhr am Glühweinstand "Frau Traube" zwischen Rathaus und Marktkirche (Standnummer 58, Lageplan hier).

Wir freuen uns auf neue Leute und alte Bekannte.

Freitag, 28. November 2014

"Halt's Maul, du Schwuchtel!" Antidiskriminierungsarbeit und Schulaufklärung


SchLAu steht für Schwul Lesbische Aufklärung und wird von einem gemeinsamen Team ehrenamtlicher Mitarbeiter_innen von Warmes Wiesbaden und der AIDS-Hilfe Wiesbaden durchgeführt. Seit Anfang 2012 konnten wir etwa 60 Schulklassen und Jugendgruppen im Umgang mit Diversität und Vielfalt coachen und für den offenen und respektvollen Umgang miteinander sensibilisieren. Darin besteht das Kernstück unserer Antidiskriminierungsarbeit.

Am gestrigen Donnerstag stellten wir das SchLAu-Projekt im Rahmen von WIR in Wiesbaden 2014 vor. Eingeladen waren alle Interessierten, die sich über unsere Schulaufklärungsarbeit informieren und ein solches Training einmal selber ausprobieren wollten.
Der Schwerpunkt lag auf einer interaktiven Präsentation unseres SchLAu-Projekts, in der die Teilnehmer_innen einen aktiven Einblick in die Inhalte eines solchen SchLAu-Trainings erhielten. Gemeinsam erarbeiteten wir, welche Vorurteile noch immer gegenüber Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen bestehen, welche (inneren) Konflikte das auslösen kann und wie sich Empathie füreinander aufbauen und fördern lässt. Hierzu wurden verschiedene Methoden vorgestellt und von den Teilnehmer_innen ausprobiert. Zum Schluss berichteten unsere SchLAu_Teamerinnen in einer offenen Fragerunde aus ihren eigenen Biographien und Erfahrungen, wie sie ihren Outing-Prozess erlebt haben.

Wir danken allen Teilnehmer_innen für ihr Interesse und die offene und konstruktive Runde. Es hat uns sehr viel Spaß und Freude bereitet.

Dienstag, 11. November 2014

WIR in Wiesbaden 2014

Liebe Freund_innen,

seit dem 7. November läuft wieder die Veranstaltungsreihe "WIR in Wiesbaden", mit vielen großartigen Veranstaltungen, die von Wiesbadener Vereinen angeboten werden. In diesem Jahr drehen sich die angebotenen Veranstaltungen alle um das Thema "Macht - Sprache - Anerkennung". Auch wir sind nun zum dritten Mal mit einer eigenen Veranstaltung dabei.

Da dachten wir uns: Das Thema ist wie gemacht für uns und unser Schulaufklärungsprojekt SchLAu, mit dem wir seit 2012 gemeinsam mit dem MIA Präventionsteam der AIDS-Hilfe an Wiesbadener Schulen Antidiskriminierungsarbeit leisten.

Wer Lust hat, einen Einblick in unsere Antidiskriminierungsarbeit zu gewinnen, ist herzlich eingeladen am Donnerstag, den 27.11.2014 um 19:00 Uhr in die AIDS-Hilfe Wiesbaden (Karl-Glässing-Str. 5, Wiesbaden) zu kommen, zu unserer Veranstaltung: "Halt's Maul, du Schwuchtel!" Diskriminierende Sprache auf Schulhöfen und Konsequenzen für die Antidiskriminierungsarbeit.

Wir freuen uns auf Euch!

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, erleichtert uns aber die Planung: warmeswiesbaden@googlemail.com.

Dienstag, 19. August 2014

Queere Bildung eV: SchLAu Wiesbaden ist auch dabei!


SchLAu Wiesbaden ist ein gemeinsames Projekt von Warmes Wiesbaden und der AIDS-Hilfe Wiesbaden (Schwul-Lesbische Aufklärung).

Seit Januar 2011 machen wir in Schulen und Jugendzentren der Region Aufklärungsarbeit rund um die Themen gleichgeschlechtliche Lebensweisen, sexuelle Orientierung und Identität.
Ende Mai hat SchLAu Wiesbaden den Bundesverband QueereBildung e. V. mitgegründet.


Pressemitteilung vom 15.08.2014

Am 31.05.2014 haben 23 Bildungs- und Aufklärungsprojekte den Bundesverband Queere Bildung e.V. auf ihrem jährlichen Vernetzungstreffen in der Akademie Waldschlösschen gegründet. Queere Bildung ist der erste bundesweite Verband von Vereinen und Initiativen, die im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt tätig sind.


Der Bundesverband will Bildung und Aufklärung zu lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und inter* (LSBTI*) Lebensweisen stärken und somit Vorurteilen sowie Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität entgegenwirken.

Dazu sollen die Vernetzung und Qualifizierung der Mitgliedsgruppen intensiviert und bundesweite Antidiskriminierungsprojekte umgesetzt werden. In Regionen, in denen noch keine Aufklärungs- und Bildungsprojekte existieren, will Queere Bildung deren Aufbau unterstützen und bei der fachlichen Qualifikation helfen. Die vom Bundesverband entwickelten Qualitätsstandards unterstützen dabei die weitere Professionalisierung der queeren Bildungs- und Aufklärungsarbeit.

Die lokalen Aufklärungsprojekte bieten für Schulen und Jugendeinrichtungen Workshops zu sexueller und geschlechtlicher Diversität an, die von qualifizierten ehrenamtlichen Aufklärer_innen durchgeführt werden. Viele Projekte können dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung und Expertise zurückblicken.

Queere Bildung will sich zudem in Politik und Gesellschaft für eine wertschätzende und diversitätsbewusste Haltung einsetzen. Die in weiten Teilen unsachlich und diskriminierend geführte öffentliche Diskussion zum Bildungsplan in Baden-Württemberg hat gezeigt, dass Homo- und Transphobie noch oft als legitime Meinung akzeptiert wird. Queere Bildung will sich in diese Diskussion einbringen und den aktiv engagierten Projekten vor Ort eine Stimme geben.

Der Bundesverband Queere Bildung steht für das Ziel, sowohl die notwendige Aufklärung für Jugendliche als auch die Sensibilisierungen im Bereich Erwachsenenbildung lokal und bundesweit zu stärken.



mail: info@queere-bildung.de

fon: 0221 64000315

post: Queere Bildung e. V., Lindenstraße 20, 50674 Köln

Donnerstag, 24. Juli 2014

Coming-out - und dann ...?!

Hallo du,

am Deutschen Jugendinstitut wird derzeit die Studie „Coming-out – und dann…?!“ durchgeführt. In dieser sollen erstmalig bundesweit die Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen sichtbar gemacht werden. Dabei geht es vor allem um die eigenen Coming-out-Erfahrungen, Diskriminierungserlebnisse und die Nutzung von Freizeitangeboten sowie um die Frage, was eine*n stärken und unterstützen kann. Dafür wird eine Online-Befragung durchgeführt und es gibt auch die Möglichkeit an Interviews teilzunehmen. 

Wenn du also zwischen 14 und 27 Jahre alt bist, würden wir uns sehr freuen, wenn du am Online-Fragebogen teilnimmst. Die Fragen beziehen sich auf dein Coming-out oder deine Erwartungen dazu, falls du dich bisher nicht geoutet hast. Außerdem gibt es Fragen zu Erfahrungen mit Diskriminierung (doofe Sprüche, Ausgrenzung…) und zu deiner Person. Dabei sind deine Angaben nicht auf dich zurückführbar und du bleibst vollkommen anonym. Die Befragung dauert etwa 20 Minuten. Klick dazu einfach auf den unten stehenden Link.

Es freut uns sehr, dass du an der Befragung teilnimmst!

                                                                                         
Unter der Adresse coming-out@dji.de oder per Telefon unter 089-62306-310  beantworten wir auch gerne alle weiteren Fragen.

Wir freuen uns, wenn du diese Nachricht an Freunde und Bekannte weiterleitest.

Herzliche Grüße,
Dein Projektteam „Coming out – und dann…?!“

Freitag, 6. Juni 2014

CSD 2014

Die ersten CSD-Plakate hängen an den Kultursäulen in der Stadt. Kommt zu unserer Warm-Up Party, jetzt am Samstag, den 7.06. im Kulturzentrum Schlachthof.


Dienstag, 3. Juni 2014

IDAHOT 2014 in bewegten Bildern

Über den Wiesbadener IDAHOT 2014 ist ein sehr sehenswerter und professioneller Film entstanden. Zu finden ist er in unserem Kanal auf youtube.

Sonntag, 18. Mai 2014

Wir machen den Kurier bunt

Auch der Wiesbadener Kurier wird bunter, am 17.5.2014 hatte er dank IDAHOT eine sehr farbenfrohe Titelseite und heute gibt es einen schönen Artikel zum Wiesbadener IDAHOT zu lesen: HIER

Der 4. Wiesbadener IDAHOT

Am 17.5.2014 fand der IDAHOT zum 4. Mal in Wiesbaden statt und es war ein wunderschöner Tag!

Sonntag, 11. Mai 2014

Am 17.5. für eine wärmere Welt


Stammtisch und Vereinstreffen

Wir freuen uns auf den Stammtisch am kommenden Dienstag, zu dem wie immer ALLE herzlich willkommen sind. Da können wir dann auch auf Conchita anstoßen! Los geht es um 20.30 Uhr im CAFE KLATSCH. Davor treffen wir uns zum Vereinstreffen - bei Interesse einfach eine Mail an warmeswiesbaden@googlemail.com schicken. Bis dann!

Samstag, 10. Mai 2014

WaWi auf der Rheinwelle

Wir waren heute live im Gespräch auf Radio Rheinwelle. Im Rahmen der Sendung der AIDS Hilfe Wiesbaden ging es vorallem um den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.5.2014 und das Beratungsprojekt die Bunte Nummer.
Den Mitschnitt gibt es auf youtube.

Mittwoch, 26. März 2014

Ausstellung im Frauenmuseum Wiesbaden

Die Künst­le­rin­nen Au­gus­ta Kai­ser (1895-​1932) und Hed­wig Mar­quardt (1884–1969) be­geg­nen sich 1922. Trotz schwie­ri­ger Zeit­um­stän­de und den frü­hen Tod von Au­gus­ta Kai­ser hin­ter­las­sen die Künst­le­rin­nen ein um­fang­rei­ches Werk, in dem sich Viel­fäl­tig­keit und Ex­pe­ri­men­tier­freu­de wie­der­spie­geln.

Die Schau zeigt Ke­ra­mi­ken, Ma­le­rei, Zeich­nun­gen sowie Brie­fe und Fo­to­gra­fi­en aus dem Nachlass.

Samm­lun­gen
Lau­rence Marsh (GB), Dr. W.J.R. van Ou­wer­kerk (NL), Joa­chim und An­ge­li­ka Ko­nietz­ny (D)


1922 lernt die in Wies­ba­den auf­ge­wach­se­ne Au­gus­ta Kai­ser die Künst­le­rin Hed­wig Mar­quardt in Karls­ru­he ken­nen und lie­ben. 1924 zie­hen die bei­den Künst­le­rin­nen nach Kiel, wo sie für die Kie­ler Kunst-​Ke­ra­mik AG ar­bei­ten. Hier ent­ste­hen in­ner­halb eines Jah­res zahl­rei­che Ke­ra­mi­ken: Vasen, De­ckel­do­sen, Wand­tel­ler, ke­ra­mi­sche Klein­plas­ti­ken und bau­ke­ra­mi­sche Ent­wür­fe.
Zwi­schen 1925 und 1927 ar­bei­ten Kai­ser und Mar­quardt als freie Künst­le­rin­nen in Biere, in der von ihnen ei­gens ge­grün­de­ten „Werk­stät­te für an­ge­wand­te Kunst“. Da­nach lebt Kai­ser mit ihrer Le­bens­part­ne­rin in Han­no­ver, wo diese eine An­stel­lung als Kunst­er­zie­he­rin an­nimmt. Sie selbst tritt als Künst­le­rin nicht mehr her­vor. Nach einer jah­re­lan­gen Brust­krebs­er­kran­kung kehrt sie in ihr El­tern­haus zu­rück. Au­gus­ta Kai­ser stirbt 1932 in Wies­ba­den, Hed­wig Mar­quardt 1969 in Han­no­ver.
Des Wei­te­ren be­leuch­tet die Aus­stel­lung ex­em­pla­risch die Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on von Künst­le­rin­nen im be­gin­nen­den 20. Jahr­hun­dert. Erst 1919 – durch die Wei­ma­rer Ver­fas­sung und die darin fest­ge­leg­te Gleich­stel­lung von Mann und Frau – wer­den Frau­en zum Stu­di­um an staat­li­chen Aka­de­mi­en zu­ge­las­sen. Zwar gibt es vor­her schon eine zö­ger­li­che Zu­las­sung für Frau­en, diese ist je­doch mit Ein­schrän­kun­gen ver­bun­den, z.B. die Teil­nah­me an Akt­zei­chen-​ und Ana­to­mie­kur­sen ist Frau­en aus Grün­den der Schick­lich­keit nicht ge­stat­tet.

Aus­stel­lungs­dau­er: 3. No­vem­ber 2013 bis 31. Mai 2014
Öff­nungs­zei­ten: Mi, Do 10 – 17 Uhr | Sa, So 12 – 17 Uhr
ge­schlos­sen 12.​12.​13 – 11.​1.​14, 1./2.​3.​14, 19./20.​4.​14

Wei­te­re Infos unter www.​frauen­mu­se­um-​wies­ba­den.​de

Freitag, 14. März 2014

Und noch eine Hessen-Meldung

Die hes­si­sche Lan­des­re­gie­rung macht die Viel­falt ge­schlecht­li­cher Iden­ti­tä­ten zum Thema.
Bei der Vor­stel­lung eines von Hes­sen ge­för­der­ten Buch­pro­jekts (Thors­ten Mell (Hrg.): Das In­ne­re ent­schei­det. Tran­s­iden­ti­tät be­greif­bar ma­chen. ISBN 978-​3-​89656-​222-​7 , Quer­ver­lag, Ber­lin, Erste Auf­la­ge März 2014) be­tont In­te­gra­ti­ons­mi­nis­ter Ste­fan Grütt­ner: „Volle ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be setzt vor­aus, dass jeder Mensch, un­ge­ach­tet sei­ner se­xu­el­len und ge­schlecht­li­chen Iden­ti­tät, ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz er­fährt und sein Leben ohne Be­nach­tei­li­gun­gen und Dis­kri­mi­nie­run­gen ge­stal­ten kann. Feh­len­des Wis­sen und man­geln­de Em­pa­thie be­güns­ti­gen ins­be­son­de­re die Dis­kri­mi­nie­rung von trans­se­xu­ell, tran­s­ident, in­terse­xu­ell oder queer le­ben­den Per­so­nen. In di­ver­sen Ge­sprä­chen mit Be­trof­fe­nen wurde deut­lich, dass ein hoher Be­darf an Auf­klä­rung und Sen­si­bi­li­sie­rung be­züg­lich die­ser The­ma­tik in na­he­zu allen ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen vor­han­den ist.“
Den gan­zen Text der Pres­se­mit­tei­lung gibt es hier.

Schön, dass diese The­men auf­ge­ar­bei­tet wer­den und Auf­klä­rung ge­för­dert wird.
Viel­leicht müs­sen wir eines Tages dann auch nicht mehr von „Be­trof­fe­nen“ spre­chen – weder im Kon­text von ge­schlecht­li­cher Iden­ti­tät, noch im Kon­text von Dis­kri­mi­nie­rung.

Mittwoch, 12. März 2014

Hessen tritt Koalition gegen Diskriminierung bei

Die hes­si­sche Lan­des­re­gie­rung hat ges­tern den Bei­tritt zur Ko­ali­ti­on gegen Dis­kri­mi­nie­rung ge­schlos­sen und setzt nach dem Bei­tritt zur Char­ta der Viel­falt 2011 ein wei­te­res, wich­ti­ges Zei­chen. Mehr zum Bei­tritt gibt es hier zu lesen.

Di­ver­si­tät und Viel­falt in der Ge­sell­schaft ist und bleibt ein zen­tra­les Thema, nicht nur aber auch für Hes­s_in­nen. Schön, dass Hes­sen die Zei­chen der Zeit er­kennt. Wir freu­en uns über die Bot­schaft, die die­ser Bei­tritt aus­sen­det. Viel ist schon ge­schafft, viel gibt es noch zu tun. Wei­ter geht’s!

Donnerstag, 27. Februar 2014

Zwischendurch

Ein schö­ner Gast­bei­trag, der bei ZEIT ON­LINE am 10. Fe­bru­ar ver­öf­fent­licht wurde:
Ho­mo­phob? Muss nicht sein

Aus dem In­halt zu­sam­men­ge­fasst:
- Se­xu­el­le Ori­en­tie­rung ist kein Er­geb­nis einer Ent­schei­dung, son­dern Teil der Iden­ti­tät eines Men­schen, auf die er kei­nen Ein­fluss hat.
- Die­je­ni­gen, die sich be­läs­tigt füh­len, weil Ho­mo­se­xua­li­tät und das „offen zur Schau tra­gen“ von LSBTIQ-​Le­bens­wei­sen an­geb­lich einer Tren­der­schei­nung un­ter­liegt und viel­mehr aus­schließ­lich in den Pri­vat­be­reich ge­hört, ver­ken­nen, dass unter den glei­chen Maß­stä­ben He­te­ro­se­xua­li­tät noch sehr viel mehr „zur Schau ge­stellt“ wird. Das fällt nur nicht auf, weil es als „nor­mal“ an­ge­se­hen wird.
- Drei Fak­to­ren sind für das Ent­ste­hen von Ho­mo­pho­bie maß­geb­lich: ri­gi­de Ge­schlech­ter­nor­men, eine fun­da­men­ta­lis­ti­sche Re­li­gio­si­tät und Un­kennt­nis.
Wer jetzt neu­gie­rig ge­wor­den ist, dem emp­feh­len wir das Nach­le­sen des gan­zen Ar­ti­kels. Hier noch­mal der Link.

Warum pos­ten wir das? Es ge­hört zum Grund­ver­ständ­nis un­se­rer Ver­eins­ar­beit, dass wir Ge­schlech­ter­rol­len hin­ter­fra­gen. Der Mensch steht im Zen­trum, un­ab­hän­gig von sei­ner Ge­schlechts­zu­ge­hö­rig­keit oder sei­ner se­xu­el­len Ori­en­tie­rung. Un­kennt­nis wir­ken wir ent­ge­gen, indem wir bei­spiels­wei­se ak­ti­ve Auf­klä­rungs­ar­beit an Schu­len leis­ten („SchLAu“), eine Be­ra­tung in­stal­liert haben („die bunte Num­mer“), ein­mal im Jahr un­se­ren Chris­to­pher Street Day in Wies­ba­den or­ga­ni­sie­ren, uvm.
Damit wol­len wir zu einem of­fe­nen und wert­schät­zen­den Klima in der Ge­sell­schaft bei­tra­gen, in der nie­mand Angst vor Dis­kri­mi­nie­rung haben muss.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Ball des Sports in WI: Danke!

Am letz­ten Sams­tag setz­ten wir von War­mes Wies­ba­den und etwa 25 wei­te­re Teil­neh­mer_in­nen ein ge­mein­sa­mes Zei­chen gegen die in Russ­land be­gan­ge­nen und staat­lich or­ga­ni­sier­ten Re­pres­sio­nen und Dis­kri­mi­nie­run­gen von Les­ben, Schwu­len, Bi- und Trans­se­xu­el­len. Wir zeig­ten un­se­re So­li­da­ri­tät mit den in Russ­land le­ben­den Men­schen sowie mit den Sport­le­rin­nen und Sport­lern, die an den Olym­pi­schen Spie­len in Sot­schi teil­neh­men. Der Hes­si­sche Rund­funk (ab 05:50), der Wies­ba­de­ner Ku­rier, die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung und die Frank­fur­ter Rund­schau haben be­rich­tet.

Wir dan­ken allen Teil­neh­mer_in­nen, un­se­rem Ober­bür­ger­meis­ter Sven Ge­rich und dem Vor­sit­zen­den der Deut­schen Sport­hil­fe Dr. Micha­el Il­g­ner für ihre Un­ter­stüt­zung. Diese Zei­chen, die wir set­zen, sind wich­tig und rich­tig.

Schwul­sein, Les­bisch­sein, Bi- oder Trans­se­xu­ell­sein, das ist eben keine Frage des Wol­lens, des Wün­schens, son­dern eine Frage der Iden­ti­tät, des Mensch­s­eins. Die Olym­pi­sche Char­ta muss ernst ge­nom­men wer­den und dis­kri­mi­nie­rungs­freie Spie­le müs­sen eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein, damit das, was wirk­lich im Mit­tel­punkt ste­hen soll, näm­lich der Sport­ler bzw. die Sport­le­rin und ihre sport­li­che Leis­tung sowie die Be­geis­te­rung aller Fans aus allen Na­tio­nen, auch wirk­lich im Mit­tel­punkt ste­hen kön­nen.
Für die Olym­pi­schen Spie­le in Sot­schi gilt das lei­der nicht. In Russ­land wer­den homo-, bi- und trans­se­xu­el­le Men­schen sys­te­ma­tisch aus­ge­grenzt und sogar von Schlä­ger­trupps zu­sam­men­ge­schla­gen. Un­zäh­li­ge Vi­de­os fin­den sich hier­zu auf youtu­be, auch Human Rights Watch hat an­läss­lich des Be­ginns der Olym­pi­schen Spie­le in Sot­schi hier­zu ein Auf­klä­rungs­vi­deo ver­öf­fent­licht.
Die Si­tua­ti­on in Russ­land ist be­drü­ckend und be­schä­mend. Es ist ab­so­lut in­ak­zep­ta­bel, wenn ein Prä­si­dent, der diese Si­tua­ti­on zu ver­ant­wor­ten hat, ho­fiert wird.
Gleich­zei­tig wer­den die Sport­le­rin­nen und Sport­ler mun­ter daran er­in­nert, dass sie keine po­li­ti­schen State­ments ab­ge­ben dür­fen und im Zwei­fel eben auch nicht zu dem ste­hen dür­fen, was der ein oder an­de­re viel­leicht ist: schwul, les­bisch, bi oder trans*.
Diese Angst vor po­li­ti­scher Pro­pa­gan­da geht sogar so weit, dass das nor­we­gi­sche Team der Lang­läu­fe­rin­nen vom IOC ab­ge­mahnt wird, weil es an­läss­lich eines To­des­falls im Trau­er­flor an den Start ge­gan­gen ist, um ge­mein­sam der Trau­er Aus­druck zu ver­lei­hen. Der Grund: Das Tra­gen eines Trau­er­flors wird nach Regel 50.3 der Olym­pi­schen Char­ta als po­li­ti­sche De­mons­tra­ti­on ver­stan­den. Das soll eine po­li­ti­sche De­mons­tra­ti­on sein? Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Was sind Sport­le­rin­nen und Sport­ler, mag man sich da fra­gen. Sind sie Leis­tungs­ma­schi­nen, denen jed­we­de Mensch­lich­keit un­ter­sagt wird oder sind sie eben doch das, was wir alle sind: Men­schen mit mensch­li­chen Emp­fin­dun­gen und Be­dürf­nis­sen.

Ge­währ­leis­tet in Zu­kunft dis­kri­mi­nie­rungs­freie Spie­le! Für die Men­schen, mit den Men­schen, so wie sie sind. Ohne Dis­kri­mi­nie­rung, mit Re­spekt und Ak­zep­tanz für­ein­an­der, denn: Liebe ist keine Pro­pa­gan­da!

Ball des Sports mit Gerich